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Krimi in Potsdam

Stark dezimiert ging es für die zweite Garde der Baskets am vergangenen Sonntag in die Landeshauptstadt. Für die Duelle mit dem USV Potsdam und dem Eisenhüttenstädter BV musste eine Vielzahl von Spielern aus unterschiedlichen Gründen passen. Am Ende standen nur acht Mann für die Havelstadt in Golm auf dem Parkett.
Empfangen wurden die Brandenburger von der Heimmannschaft mit einem nahezu vollzähligen Kader. In der regulären Saison konnten die Brandenburger zuletzt die Landeshauptstädter überraschen und mit 71:61 schlagen. Dass dies ein anderes Spiel werden sollte, dafür waren die Voraussetzungen bereits gesetzt. Nach einem kurzen Abtasten netzte Marcel Lochner seinen ersten von insgesamt drei Dreiern ein. Nachdem Michael Gentzsch kurze Zeit später den zweiten Dreier verwandelten, nahmen die Potsdamer direkt Auszeit, fühlten sie sich doch an das letzte Spiel erinnert, in dem sie in der Anfangsphase etliche Distanzwürfe eingenetzt bekamen.

In Folge der Auszeit wurde es ein Spiel auf Augenhöhe, was stetig hin und her ging. Allerdings blieb der große Punktereigen aus, was der Halbzeitstand von 24:24 deutlich machte. Zur Mitte des dritten Viertels dann ein unschöne Szene. Bei einem Wurfblock an Peter Schmidt bekam dieser einen Schlag auf den Kopf, hatte fortan Probleme und musste auf der Bank Platz nehmen. Die sieben übrigen Spieler schienen erst einmal verunsichert und ließen einen kleinen Lauf der Potsdamer zu. Ohne den Dreier von Robert Wacker hätten die Gastgeber auf eine zweistellige Führung setzen können, aber so blieb es beim Stand von 33:42 vor dem letzten Abschnitt. In der Teambesprechung wurde klar angesprochen, dass zehn Minuten Zeit sind und mit Ruhe aus der Verteidigung spielend noch alles drin wäre. Als Extra-Motivation sorgte das Ausscheiden von Peter Schmidt allemal. Und so kam es. Potsdam schaffte im gesamten letzten Abschnitt nur zwei Punkte und die Baskets waren sechs Sekunden vor Schluss mit einem Punkt Rückstand im Ballbesitz. Marcel Lochner brachte den Ball, passte auf Michael Gentzsch, dessen Gegenspieler sich in der Verteidigung verschätzte, um dann mit zwei Sekunden auf der Uhr zum 45:44 einzunetzen. Im Jubel der Brandenburger, sorgte der Ärger der Potsdamer über ein nicht gegebenes Offensivfoul für ein technisches Foul, so dass Brandenburg sogar noch einen Freiwurf bekam, den Marcel Lochner zum 46:44-Endstand verwandelte.

Nach kurzer Freude und ein wenig Durchatmen stieg direkt das zweite Duell gegen den Eisenhüttenstädter BV. Nach starkem Beginn schien für die Brandenburger die Luft direkt raus zu sein. Zum einen war es für den Gegner das erste Spiel zum anderen hatten die dezimierten Baskets ordentlich Kraft im Spiel gegen die Potsdamer gelassen. Mit ihrer stark ball-fokussierten, aggressiven Verteidigung schüchterte der Gegner die Brandenburger merklich ein, was zu vielen schnellen Ballverlusten führte. Am Ende kassierte man zusätzlich insgesamt elf erfolgreiche Dreipunktewürfe und musste sich deutlich mit 53:87 geschlagen geben.

Am kommenden Wochenende steht bereits das nächste Spiel an. In Bernau kommt es zum Rückspiel in der Aufstiegsrunde gegen den SSV Lok Bernau III.

Es spielten: Danny Schultheis (2 Punkte gegen Potsdam, 8 gegen Eisenhüttenstadt), Marcel Lochner (20, 18), Jens-Peter Spitzer (0, 4), Peter Schmidt (0, 2), Robert Wacker (4, 2), Alexander Köpke (0, 5), Oliver Schroth (4, 5), Michael Gentzsch (16, 9)

Geschrieben von: M. Gentzsch 19.03.2019 13:15 Uhr

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