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Havel Towers kämpfen sich zum Sieg

Was sich am Samstag in der Marienberghalle abgespielt hat, hätte Hitchcock nicht besser ausdenken können: Nach zweimaliger Verlängerung setzten sich die Basketballer der Havel Towers gegen die BG Lauchhammer durch und starten somit durch einen 90:82 Sieg erfolgreich in die neue Oberliga-Saison.

Doch der Reihe nach. Die Spielgemeinschaft der Basket Brandenburg und der Red Eagles Rathenow starteten gut ins erste Viertel und überzeugten vor allem im Offensivspiel. 25 Punkte konnte das Team von Towers-Trainer Florian Schöttler im ersten Spielabschnitt erzielen. Lauchhammer hielt aber dagegen und traf ebenfalls hochprozentig, so dass das Spiel beim Stand von 25:23 für die Gastgeber nach dem ersten Viertel fast ausgeglichen war. Coach Schöttler sowie die etwa 100 Zuschauer sahen ein Spiel mit offenem Visier, wobei das Spiel beider Mannschaften nach der Viertelpause deutlich defensiver geprägt war. Die BG aus Lauchhammer traf in dieser Phase jedoch nicht mehr so hochprozentig und taten sich mit ihren Würfen und der Wurfauswahl nun schwerer, gleiches galt für die Towers, weshalb keine der beiden Mannschaften einen großen Nutzen daraus ziehen konnte. So war es die logische Konsequenz, dass Zur Halbzeit ein knappes 39:35 an der Anzeige leuchtetet. „Das Lauchhammer nicht mehr so gut treffen wird, war mir eigentlich klar, dass wir aber abbauen, hätte ich nicht gedacht", zeigte sich Schöttler überrascht. Die Gastgeber starteten schlecht aus der Pause. Das Team um den neugewählten Kapitän Jochen Trapp und Marco Ritter, Topscorer des Spiels, mussten einen 2:10-Lauf verkraften und befanden sich von nun an bis kurz vor dem Ende des Spiels im Rückstand. Mit dem letzten Angriff in der Partie rettete Ritter das Spiel in die Verlängerung. Dort starteten die Havel Towers ähnlich schlecht wie nach der Halbzeit, 15 Sekunden vor dem Ende lagen sie noch mit vier Punkten hinten. Doch Chris Gericke übernahm Verantwortung und traf einen Dreier zum 72:73. Anschließend foulte das Schöttler-Team schnell, um Lauchhammer an die Freiwurflinie zu bekommen. Lauchhammer konnte nur einen der beiden Freiwürfe nutzen und hatte mit noch vier zu spielenden Sekunden auf der Uhr die Chance, auszugleichen oder gar mit einem Dreipunktespiel das Spiel für sich zu entscheiden. Als Ritter kurz vor Ende eine Korbaktion erfolgreich abschloss und auch noch gefoult wurde, stand die Halle Kopf, war doch der Sieg zum Greifen nahe. Jedoch ließ er diese Gelegenheit liegen. Marius Krüger wurde beim anschließenden Kampf um den Ball im Wurf gefoult, so dass er jetzt sogar zwei Chancen hatte, von der Freiwurflinie mit nur einem verwandelten Freiwurf das Spiel zu entscheiden. Beide Versuche des gut spielenden Centers fielen aber nicht durch die Reuse, so dass es nach über 2 Stunden Spielzeit in die zweite Verlängerung ging. „In den ersten 40 Minuten fanden lediglich 14 von 42 Freiwürfen ihr Ziel. Daran müssen wir arbeiten", ärgerte sich Florian Schöttler noch weit nach dem Spiel über die leicht vergebenen Chancen. Die zweite Verlängerung war von vielen Fouls geprägt, vor allem die Gäste hatten in der Folge mit Foulproblemen zu kämpfen. Letztendlich setzten sich die Towers bei ihrer Oberligapremiere mit 90:82 durch. „Gerade auf den großen Positionen konnten wir das Spiel heute entscheiden. Dort hatten wir mehr Tiefe im Kader", war Towers-Trainer Schöttler sichtlich zufrieden mit dem ersten Saisonsieg.

Geschrieben von: O. Westphal 27.09.2017 12:58 Uhr

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